Herbstliches Laub als Grabschmuck? Ja, geht denn das?


Ein Waldfriedhof als Alternative zu konventionellen Bestattungen: Geht das? 



Stilles Gedenken an einen Verstorbenen im Friedwald.
Foto: djd/FriedWald/Gasparini
Für gläubige Christen wohl nur bedingt, denn Gräbersegnungen und der Besuch des Grabes nach Gottesdienstes fällt hier weg! Wer sich um ein Grab aus beispielsweise beruflichen oder anderen Gründen aber nur bedingt kümmern kann, für den könnte ein Waldfriedhof eine echte Alternative zu einem normalen Urnengrab sein. Schade nur, dass die Allerheiligen-Gräbersegnung bei dieser Bestattungsvariante nicht möglich ist. Doch was ist ein Waldfriedhof eigentlich? Wie läuft die Bestattung dort ab? Und ist es vielleicht trotzdem möglich, einen Priester für solch eine Bestattung zu bekommen? Hier kommen die Antworten: 


Herbstliches Laub als Grabschmuck? Ja, geht denn das?



(mpt-12/446). Bunte Blätter an den Bäumen zeigen an, dass innerhalb des Jahres die Zeit für stille Einkehr gekommen ist: Der Kalender weist im November zahlreiche Tage des Gedenkens aus. Dann suchen Trauernde, die sich zur Natur hingezogen fühlen, gern ruhige Wälder für ausgiebige Spaziergänge auf, um sich an Verstorbene zu erinnern. Ein Baum als Grab, das ist für viele in diesem Zusammenhang ein naheliegender Gedanke. Realisiert werden diese Baumbestattungen beispielsweise von FriedWald, einem Unternehmen aus Hessen. Unter ( http://www.friedwald.de ) gibt es mehr Auskünfte über diese Art der Beisetzung.

Planvolle Entscheidung für einen Baum – der Waldfriedhof



In 46 Wäldern innerhalb der Bundesrepublik ist es derzeit möglich, eine solche Beisetzung zu organisieren. Kommunen und Forstverwaltungen sind hierbei die Partner, die für die Wälder verantwortlich zeichnen und diese pflegen. Die Pflege wird von Förstern übernommen, die auch Gratisführungen für Besucher durchführen und über den Ablauf einer Bestattung im Wald informieren. Dies geschieht monatlich zweimal, jeweils an einem Samstag. Dabei erfahren die Gäste, dass sie sich rechtzeitig und planvoll ein Grab auswählen können. Für viele ist es eine trostreiche Erfahrung, über längere Zeit mitverfolgen zu können, wie "ihr Baum" wächst und gedeiht. Das weiß FriedWald-Geschäftsführerin Petra Bach aus vielen Beratungen. Wer über den Tod hinaus ein Zeichen für Verbundenheit setzen möchte, sucht sich einen Partnerbaum aus.

Schilder weisen den Weg zum Grab beim Waldfriedhof



Eine Feuerbestattung geht der Beisetzung im Wald voraus. Die Urne, in der die Asche dann bestattet wird, zersetzt sich mit der Zeit auf biologische Weise. Der Verstorbene kann bestimmen, ob während der Zeremonie der Beisetzung ein Priester dabei sein soll, oder andere Möglichkeiten wählen. Die Grabstätte lässt sich anschließend durch ein Schild mit dem Namen finden, das am Baumstamm befestigt wird. Auf natürliche Weise - zum Beispiel mit farbigem Laub - ist die Natur dann die "Grabpflegerin".


Kosten für ein Grab im Waldfriehof – das sind die Preise



Entscheidet man sich für eine Bestattung im Wald, muss man mit Preisen ab 770 Euro kalkulieren - eine Ratenzahlung ist möglich. Ein Gemeinschaftsbaum bietet preisgünstige Plätze. Rund 100 Jahre sind die Waldgräber in der Regel durch ein besonderes Konzept geschützt.